Wir haben für Euch eine kleine Liste der gängigsten Kohlehydratquellen, die in Hundeleckerlies und Hundefutter Verwendung finden zusammengestellt. Die Liste ist natürlich noch lange nicht komplett, ich werde sie aber laufend erweitern und es wird in Kürze auch noch Informationen zu den verschiedenen Fleischsorten geben.

Buchweizen
Auch wenn der Name anderes vermuten lässt, Buchweizen hat so gar nichts mit Weizen zu tun. Er ist ein Scheingetreide und gehört zur Familie der Knöterichgewächse.  Buchweizen stellt keine großen Ansprüche an den Boden und gedeiht auch in Heide- und Moorgegenden. Er gilt wegen des hohen Anteils  an Eiweiß und Stärke als wertvolles Nahrungsmittel und soll blutzuckersenkend wirken. Buchweizen gilt als glutenfrei und wird deshalb in der menschlichen Ernährung vor allem bei Zölliakie eingesetzt. Aber auch Hunde vertragen Buchweizen in der Regel sehr gut und er wird deshalb gerne als Kohlehydratquelle genutzt und in Hundefutter und Hundeleckerli verarbeitet. Er entwickelt bei der Zubereitung unter Wärme auch einen ganz besonderen Geschmack und Geruch, sodass man Hundeleckerli die keine weiteren Mehle enthalten meist auch schon am Geruch erkennen kann. Buchweizen ist enthält keinen Kleber (Gluten), wie bei Weizen, Dinkel oder Reis. Dadurch entsteht ein brüchiger Teig. Die notwendige Bindung wird gerne durch Zugabe glutenfreier Stärke oder Bindemittel erzeugt. Für uns bei Roxanas Keksdose sind allerdings Bindemittel ein absolutes „no go“ und auch die zusätzliche Beimischung von Stärke sorgt nach unserem Verständnis auch nicht wirklich für eine Qualitätsverbesserung. Wir verwenden ausschließlich Hühnereier, was gemeinsam mit einer sorgfältigen Bearbeitung des Teiges ebenso dafür sorgt, dass nicht nur gesunde, sondern auch knusprige Leckerli entstehen.

 

Mais
Genauso wie Buchweizen ist auch Mais glutenfrei, dass heisst, Mais enthält kein Klebereiweiss.  Mais ist sehr energiereich und wird heute vielfach als Silomais angebaut und in der Nutztierfütterung verwendet. Daneben findet er auch in anderen Bereich als nachwachsender Rohstoff Verwendung. Dabei wird völlig übersehen, dass Mais, vor allem durch den hohen Anteil an Vitamin E und seinen wertvollen Linolsäuren eine sehr hochwertige Kohlehydratquelle ist. Dazu ist Mais glutenfrei und damit auch bei Unverträglichkeiten eine gute Alternative. Wir verwenden Mais als Gries und Mehl in unserem Parmesancrackern. Wie auch bei Buchweizen muss der Teig sorgfältig bearbeitet werden um eine entsprechende Bindung zu erreichen.

 

Dinkel
Dinkel zählt zu den Getreidearten und ist eng mit dem Weizen verwandt.  Dinkel wird teilweise auch unreif, also „grün“ geerntet und dann als Grünkern bezeichnet. Grünkern ist zur Weiterverarbeitung zu Backwaren nicht geeignet. Dinkel hat einen höheren Proteingehalt als Weizen und mehr wertvolle Inhaltsstoffe wie Eisen, Magnesium und Spurenelemente wie Kupfer, Zink und Mangan. Dinkel wird in der Regel sehr gut vertragen und soll gut verdaulich sein. Allerdings ist Dinkel nicht glutenfrei und kann im Gegenteil sogar mehr Gluten enthalten als Weizen. Dennoch kann es sein, dass Dinkel auch bei Weizenallergie vertragen wird. Teige aus Dinkelmehl sind im Vergleich zu Teigen aus Weizenmehl etwas schwieriger zu verarbeiten. Wir backen einige Sorten mit Dinkelmehl, darunter unsere Fischknöchle und Knabberstangen mit Fisch, sowie die Schlemmerknochen mit Pferdefleisch.

 

Kartoffel
Kartoffel gehören zu der Familie der Nachtschattengewächse. Entfernt verwandt ist auch die Süßkartoffel. Es gibt verschiedene Sorten mit unterschiedlichen Stärkeanteilen. Der Nährstoffanteil ist abhängig vom Anbaugebiet und ist sehr vielfältig. So enthalten Kartoffel u.a. Kalium, Phosphor, Magnesium und Eisen sowie viele B-Vitamine und Folsäure. Der Eiweißanteil ist gering, aber sehr hochwertig. Kartoffel weisen den größten Anteil an verwertbarem Eiweiß aller pflanzlichen Eiweißlieferanten auf. Kartoffel sollten allerdings keinesfalls roh verfüttert werden, auch grüne Anteile und Keime dürfen nicht ins Futter gelangen.

 

Amaranth
Amaranth stammt aus den Anden und gehört zu den Fuchschwanzgewächsen. Es werden die feinkörnigen Samen genutzt, die an Hirse erinnern. Es gibt an die 70 verschiedene Sorten, von denen nur einige wenige als Nutzpflanzen eingesetzt werden. Amaranth ist wie auch Buchweizen ein Pseudogetreide und glutenfrei. Ausser den Samen können auch die Blätter als Gemüse genutzt werden, ähnlich wie Spinat. Amaranth hat einen nussigen Geschmack und ist als Korn, gemahlen und gepoppt, ähnlich Popcorn im Handel. Amaranth ist nur begrenzt zum Backen geeignet und kann einen bitteren Geschmack entwickeln. Deshalb sollte er nie pur sondern immer gemischt mit glutenfreien anderen Mehlen gemischt werden.

 

Reismehl
Unter Reismehl versteht man feines Mehl, das aus Bruchreis, vorwiegend Langkornreis hergestellt wird. Es enthält keinen Kleber und gilt deshalb als glutenfrei. Reismehl ist in verschiedenen Sorten, hell und dunkel, sowie als Klebreismehl, das hauptsächlich in der asiatischen Küche Verwendung findet, im Handel erhältlich. Reis wird gerne in der Schon- und Krankenkost eingesetzt und kann aufgrund des hohen Stärkeanteils auch bei Durchfällen bei Hunden hilfreich sein. Wir backen für besonders sensible Vierbeiner Reistrüffel mit Pferdefleisch, die Sie in zwei verschiedenen Größen, für große und für kleine Hunde, in unserem Shop finden.

 

Teffmehl
Teff gehört zu der Familie der Süßgräser und wird auch als Zwerghirse bezeichnet. Teff ist ein sehr altes Getreide, es wird bereits seit mehreren tausend Jahren angebaut und gehört zu den Hauptnahrungsmitteln in Afrika. Teffmehl enthält viel Eisen sowie Calcium und Kalium, hat einen hohen Mineralstoffanteil und ist glutenfrei.

 

Weizen, Hafer, Gerste & Co
Alles was direkt unter die Bezeichnung „Getreide“ fällt ist in letzter Zeit, vielleicht auch zu Unrecht, in Verruf geraten, insbesondere wenn es um Futter und Leckerli für Hunde geht. Je nach Sorte enthalten alle Getreidarten je nach Umweltbedingungen und Anbaumethoden reichlich Mineralstoffe wie Calcium, Eisen, Kalium und Magnesium, dazu Folsäure und B-Vitamine. Besonders Vollkornmehle sorgen für einen sehr herzhaften Geschmack.

Hundeleckerlies und -futter – Kohlehydratquellen

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